Digitale Zapfsäule mit verschiedenen Kraftstoffsorten und Preisanzeige an einer Tankstelle.

Tanken am Dienstag: So lohnt sich der Preisvergleich

Wer am Dienstag, 25. August 2026, tanken muss, sollte die Preise entlang der geplanten Strecke kurz vor der Abfahrt vergleichen. Kraftstoffpreise können sich innerhalb eines Tages mehrfach ändern. Entscheidend ist deshalb nicht ein bundesweiter Durchschnitt, sondern der aktuell gemeldete Preis für die passende Kraftstoffsorte in der eigenen Umgebung.

Autor: Redaktion Tierscherzgebiet | Stand: 25. August 2026

Aktuelle Preise in der Umgebung richtig vergleichen

Die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe beim Bundeskartellamt erhält die Preisänderungen meldepflichtiger Tankstellen. Sie gibt diese Informationen an zugelassene Verbraucher-Informationsdienste weiter, die daraus aktuelle Preisübersichten für Apps und Internetseiten erstellen.

Für einen sinnvollen Vergleich sollten Autofahrer:

  • den Standort oder die geplante Fahrstrecke eingeben,
  • ausschließlich die benötigte Kraftstoffsorte auswählen,
  • Preise kurz vor der Fahrt erneut prüfen,
  • Entfernung und Fahrzeit zur Tankstelle berücksichtigen,
  • den Preis an der Zapfsäule vor dem Tanken kontrollieren.

Die angezeigten Werte sind eine Momentaufnahme. Sie belegen weder einen festen Tagesdurchschnitt noch garantieren sie, dass eine bestimmte Station später am Tag weiterhin am günstigsten ist.

Preisänderungen im Tagesverlauf gezielt nutzen

Der ADAC dokumentiert wiederkehrende Preisunterschiede bei den Kraftstoffpreisen im Tagesverlauf. Daraus lässt sich ableiten, dass ein Vergleich zu mehreren Zeitpunkten hilfreich sein kann. Eine verlässliche Garantie für die günstigste Uhrzeit an jeder Tankstelle ergibt sich daraus jedoch nicht.

Wer zeitlich flexibel ist, kann den Preis zunächst prüfen und später noch einmal vergleichen. Das gilt besonders, wenn die Tankfüllung nicht dringend benötigt wird. Bei einer unmittelbar bevorstehenden längeren Fahrt zählt dagegen der tatsächlich verfügbare Preis mehr als die Hoffnung auf eine spätere Senkung.

Auch benachbarte Stationen können zur gleichen Zeit unterschiedliche Preise anzeigen. Der praktisch relevante Vergleich umfasst deshalb mehrere Tankstellen in einem vernünftigen Radius und nicht nur verschiedene Uhrzeiten bei einem einzigen Anbieter.

Super E5, Super E10 und Diesel getrennt betrachten

Ein niedriger Preis hilft nur, wenn er zur richtigen Kraftstoffsorte gehört. Diesel darf nicht mit den Preisen für Super E5 oder Super E10 vermischt werden. Auch E5 und E10 sind keine automatisch austauschbaren Auswahlmöglichkeiten.

Super E10 enthält einen höheren Anteil an Bioethanol und ist häufig günstiger als Super E5. Vor dem ersten Tanken mit E10 muss jedoch geklärt sein, ob das Fahrzeug dafür freigegeben ist. Verlässliche Hinweise finden sich in der Betriebsanleitung, am Tankdeckel oder in den Herstellerinformationen. Bei Unsicherheit sollte eine Vertragswerkstatt oder der Fahrzeughersteller anhand des genauen Modells und Baujahrs Auskunft geben.

Tanken am Dienstag: So lohnt sich der Preisvergleich

Ist das Fahrzeug nicht ausdrücklich für E10 freigegeben oder bleibt die Zuordnung unklar, sollte nicht allein wegen eines Preisunterschieds gewechselt werden.

So wird aus Cent pro Liter eine echte Ersparnis

Der Rechenweg lautet: Cent pro Liter × benötigte Literzahl. Ein Preisvorteil von 8 Cent bei 40 Litern ergibt beispielsweise 320 Cent beziehungsweise 3,20 Euro.

Die folgenden Werte sind reine Rechenbeispiele und keine Preisangaben für den 25. August:

Preisvorteil und Tankmenge Ersparnis
4 Cent × 40 Liter 1,60 Euro
8 Cent × 40 Liter 3,20 Euro
12 Cent × 50 Liter 6,00 Euro

Für die persönliche Rechnung werden der aktuelle Preisunterschied und die tatsächlich benötigte Tankmenge eingesetzt. Wer nur 20 Liter nachfüllt, spart bei gleichem Literabstand halb so viel wie bei 40 Litern.

Wann der Umweg den Preisvorteil aufzehrt

Die günstigste angezeigte Tankstelle ist nicht zwingend die wirtschaftlichste. Ein zusätzlicher Hin- und Rückweg verursacht Kraftstoffkosten, beansprucht Zeit und kann im Stadtverkehr weiteren Verbrauch auslösen.

Die reinen Umwegkosten lassen sich überschlägig berechnen: zusätzliche Kilometer durch 100 teilen, mit dem Fahrzeugverbrauch multiplizieren und anschließend mit dem aktuellen Kraftstoffpreis verrechnen. Kostet der Umweg beispielsweise mehr als die errechnete Tankersparnis, lohnt sich die Fahrt finanziell nicht.

Neben dem Geld zählt der Zeitaufwand. Mehrere Euro Preisvorteil können einen kurzen Abstecher rechtfertigen; eine lange Fahrt quer durch die Stadt möglicherweise nicht. Am aussagekräftigsten sind daher die Gesamtkosten aus Tankfüllung, Umweg und persönlichem Zeitaufwand.

Vor der Abfahrt genügt ein letzter Abgleich: passende Sorte wählen, Tankmenge schätzen, Ersparnis berechnen und nur Stationen berücksichtigen, die ohne großen Umweg erreichbar sind.

Quelle: ADAC

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