Nächtliche Luftaufnahme einer beleuchteten Straße mit Bahngleisen und umliegenden Industriegebäuden in einer Stadt.

Gelsenkirchens blaue Lichtachse erreicht ihr Ziel

Von der Redaktion Tierscherzgebiet | 7. September 2026

Mehr als 300 LED-Leuchten zeichnen jetzt eine durchgehende königsblaue Linie durch Gelsenkirchen. Mit dem letzten Abschnitt zwischen Uferstraße und Arena auf Schalke ist das „Blaue Band“ entlang der Kurt-Schumacher-Straße vollständig. Die fünf Kilometer lange Lichtachse verbindet damit die historischen Wurzeln des FC Schalke 04 mit seiner heutigen Spielstätte.

Eröffnet wurde das neue Teilstück am Freitag, 4. September, auf dem Dach der Gelsenwasser AG – einen Tag vor dem ersten Heimspiel des aufgestiegenen Vereins. Oberbürgermeisterin Andrea Henze schaltete die Beleuchtung gemeinsam mit NRW-Heimat- und Städtebauministerin Ina Scharrenbach, Stiftungsvorstand Olivier Kruschinski und weiteren Beteiligten ein.

Der letzte Abschnitt führt bis zur Arena

Die ersten Leuchten des Blauen Bandes gingen 2020 an der Schalker Meile in Betrieb. Nun reicht die Installation von der Innenstadt über Schalke und Schalke-Nord bis zum Berger Feld. Für Anwohner und Besucher ist die Verbindung vor allem in den Abendstunden als zusammenhängende Lichtlinie entlang einer der wichtigsten Nord-Süd-Achsen der Stadt erkennbar.

Der nun fertiggestellte Abschnitt schließt die bisherige Lücke von der Uferstraße bis zur Arena auf Schalke. Anlass für die Verlängerung war ein Versprechen von Land, Stadt und Stiftung Schalker Markt: Bei einem Aufstieg des FC Schalke 04 sollte das Blaue Band bis zur Arena weitergeführt werden. Nach dem im Mai erreichten Aufstieg wurde dieses Vorhaben umgesetzt.

Eckpunkt Bestätigte Angabe
Erste Leuchten 2020 an der Schalker Meile
Eröffnung des letzten Abschnitts 4. September 2026
Neue Teilstrecke Uferstraße bis Arena auf Schalke
Gesamtlänge rund fünf Kilometer
Beleuchtung mehr als 300 LED-Leuchten
Projektkosten knapp 170.000 Euro

Fünf Kilometer zwischen Musiktheater und Berger Feld

Die Route beginnt am Musiktheater im Revier und führt über die Kirche St. Joseph, den Schalker Markt sowie die Kampfbahn Glückauf bis zur Arena. Damit liegen mehrere Orte der Stadt- und Vereinsgeschichte an derselben beleuchteten Strecke.

Die Kurt-Schumacher-Straße verbindet den Süden Gelsenkirchens mit dem Norden. An ihren Enden stehen die beiden Rathäuser der Stadt; dazwischen folgen markante Kultur-, Sport- und Verkehrsorte. Das Blaue Band macht diesen Verlauf optisch kenntlich, verändert laut Mitteilung der Stadt jedoch nicht die Verkehrsführung.

Gelsenkirchens blaue Lichtachse erreicht ihr Ziel

Für die Stiftung Schalker Markt steht die Installation für den Weg des Vereins von seinem Ursprungsort im Stadtteil Schalke zur heutigen sportlichen Heimat. Stiftungsvorstand Olivier Kruschinski verwies bei der Einweihung zugleich auf die Zusammenarbeit von Stadt, Land, Verein, Stiftung und örtlichen Unterstützern.

Unternehmen finanzieren die letzten 40 Leuchten

Das Projekt wurde aus Fördermitteln und Lampenpatenschaften bezahlt. Für die letzten 40 Leuchten übernahmen AGG, Erenja, GELSEN-NET und Gelsenwasser die noch offene Finanzierung. Die technische Umsetzung lag bei der Emscher Lippe Energie GmbH ELE.

Die Gesamtkosten des Blauen Bandes belaufen sich nach Angaben der Stadt auf knapp 170.000 Euro. Neben Landes- und Bundesmitteln flossen insgesamt 72.000 Euro Eigenanteil der Stadt Gelsenkirchen und der Stiftung in das Vorhaben.

1,4 Millionen Euro fließen in weitere Quartiersprojekte

Bei der Einweihung übergab Ina Scharrenbach außerdem einen Förderbescheid über 1,4 Millionen Euro. Das Geld ist nicht allein für das Blaue Band bestimmt, sondern umfasst weitere Maßnahmen im Programmgebiet Schalke-Nord.

Vorgesehen sind Machbarkeitsstudien für ein geplantes Haus der Vereine und für die St.-Joseph-Kirche. Hinzu kommen Planungskosten für die Umgestaltung der Unterführungen an der Kurt-Schumacher-Straße, der Uechtingstraße und der Berliner Brücke sowie Mittel zur Erneuerung von Spiel- und Sportflächen. Konkrete Bauzeiten für diese Folgeprojekte nennt die Mitteilung der Stadt Gelsenkirchen noch nicht.

Quelle: City of Gelsenkirchen Press Releases

Kommentare

Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste!

Weitere Geschichten