Wer am 17. August tanken muss, sollte nach Möglichkeit bis zum Abend warten und die Preise entlang der ohnehin geplanten Strecke prüfen. Nach Auswertungen des ADAC sind Kraftstoffe morgens häufig teurer; besonders günstige Durchschnittswerte beobachtet der Verkehrsclub regelmäßig zwischen 19 und 20 Uhr sowie zwischen 21 und 22 Uhr. Das ist jedoch keine Garantie für jede einzelne Tankstelle.
- Die besten Chancen auf niedrigere Preise bestehen laut ADAC am Abend.
- Entscheidend ist der aktuelle Vergleich im eigenen Fahrtgebiet.
- Super E10 und Diesel müssen getrennt betrachtet werden.
- Ein längerer Umweg kann die Ersparnis vollständig aufzehren.
Zwischen 19 und 20 Uhr sowie 21 und 22 Uhr vergleichen
Tankstellen ändern ihre Preise mehrmals täglich. Die ADAC-Auswertung zu den tageszeitlichen Preisschwankungen zeigt dabei ein wiederkehrendes Muster: Am Morgen liegt das Preisniveau häufig höher, während am Abend bessere Sparchancen bestehen.
Die genannten Zeitfenster sind Durchschnittsbeobachtungen und kein bundesweit gültiger Niedrigpreis-Tarif. Eine Station kann bereits kurz vor 19 Uhr günstiger werden oder ihren Preis innerhalb des Zeitfensters wieder anheben. Auch regionale Konkurrenz, Lieferbedingungen und die Nachfrage vor Ort beeinflussen das Ergebnis.
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Wer genügend Kraftstoff im Tank hat, kann daher am frühen Abend zunächst vergleichen und später noch einmal prüfen. Bei fast leerem Tank sollte dagegen nicht auf eine mögliche weitere Senkung spekuliert werden. Sicherheit und ausreichende Reichweite gehen vor einer kleinen Ersparnis.
Preise entlang der geplanten Route richtig vergleichen
Für einen sinnvollen Vergleich genügt nicht der niedrigste angezeigte Preis im größeren Umkreis. Relevant sind Tankstellen, die direkt an der geplanten Strecke oder nur wenige Minuten daneben liegen. Preisvergleichs-Apps, Navigationsdienste und aktuelle Tankstellendaten helfen dabei, die Auswahl einzugrenzen.
Dabei sollten Autofahrer auf vier Punkte achten:
- Kraftstoffsorte: Diesel, Super E10 und andere Sorten haben unterschiedliche Preisabstände.
- Zeitstempel: Ein älterer Eintrag kann beim Eintreffen bereits überholt sein.
- Streckenlage: Stationen an Autobahnen sind häufig teurer als nahe gelegene Alternativen abseits der Strecke.
- Lokaler Wettbewerb: Mehrere dicht beieinanderliegende Anbieter können stärkere Preisbewegungen auslösen.
Ein Autobahnabstecher zur nächsten Ortschaft kann sich lohnen, wenn die Station fast an der Ausfahrt liegt. Eine längere Fahrt durch Stadtverkehr ist dagegen trotz eines niedrigeren Literpreises oft unwirtschaftlich. Neben dem zusätzlichen Verbrauch zählen auch Fahrzeit, mögliche Staus und die Rückkehr zur ursprünglichen Route.

So viel bewirkt ein Preisunterschied beim Volltanken
Die folgende Tabelle zeigt ausschließlich Rechenbeispiele. Sie bildet keine aktuellen Preise und keinen bundesweiten Durchschnitt ab.
| Preisunterschied je Liter | Ersparnis nach Tankmenge |
|---|---|
| 5 Cent | 40 Liter: 2,00 Euro; 50 Liter: 2,50 Euro; 60 Liter: 3,00 Euro |
| 10 Cent | 40 Liter: 4,00 Euro; 50 Liter: 5,00 Euro; 60 Liter: 6,00 Euro |
| 15 Cent | 40 Liter: 6,00 Euro; 50 Liter: 7,50 Euro; 60 Liter: 9,00 Euro |
Schon wenige Cent je Liter können bei einer großen Füllmenge einen spürbaren Unterschied machen. Bei einem kleinen Nachtankbetrag fällt der absolute Vorteil entsprechend geringer aus. Wer nur zehn Liter benötigt, spart bei zehn Cent Preisabstand lediglich einen Euro.
Umwegkosten gegen die mögliche Ersparnis rechnen
Die Kraftstoffkosten eines Umwegs lassen sich überschlägig berechnen: zusätzliche Kilometer geteilt durch 100, multipliziert mit dem Verbrauch je 100 Kilometer und dem Literpreis. Bei zehn zusätzlichen Kilometern, sieben Litern Verbrauch und einem angenommenen Preis von 1,75 Euro entstehen beispielsweise rund 1,23 Euro zusätzliche Kraftstoffkosten.
Diesen Betrag muss die günstigere Station mindestens ausgleichen. Bei einer 50-Liter-Füllung und fünf Cent Preisvorteil beträgt die rechnerische Ersparnis 2,50 Euro. Nach Abzug der beispielhaften Umwegkosten blieben etwa 1,27 Euro – noch ohne Bewertung der zusätzlichen Fahrzeit.
Am praktischsten ist deshalb ein zweistufiger Check: zuerst am Abend die Preise für die benötigte Sorte vergleichen, anschließend nur Stationen auf oder unmittelbar neben der geplanten Route berücksichtigen. Der letzte Preisabgleich sollte möglichst kurz vor der Abfahrt erfolgen, weil sich die Anzeige bis zur Ankunft ändern kann.
Quelle: ADAC
Kontext und Aktionen Über diesen Artikel
Quellenprüfung Datengrundlage
Die Zeitfenster beruhen auf der ADAC-Auswertung; konkrete Preise müssen Autofahrer aktuell und lokal vergleichen.
- Zeitfenster mit der ADAC-Auswertung abgeglichen
- Keine bundesweit einheitlichen Tagespreise angenommen
- Rechenbeispiele ausdrücklich als hypothetisch gekennzeichnet
- Kraftstoffsorte, Streckenlage und Umwegkosten berücksichtigt
- Quelle
- ADAC
- Umfang
- Deutschland
- Aktualisiert
- 2026-08-22 08:05
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