Zwei Personen sitzen auf einem Sofa und schauen gemeinsam einen Film auf einem Bildschirm.

Batnight 2026: So beobachten Familien Fledermäuse sicher

Von der Redaktion Tierscherzgebiet · Stand: 27. August 2026

Die Europäische Fledermausnacht findet 2026 am 29. und 30. August statt. Familien können über die Veranstaltungssuche des NABU eine geführte Exkursion in ihrer Nähe finden. Wichtig sind wettergerechte Kleidung, rücksichtsvolles Verhalten und ein erneuter Termincheck am Veranstaltungstag. Eine bestimmte Fledermausart oder überhaupt eine Sichtung lässt sich nicht garantieren.

Termin und regionale Veranstaltungssuche

Der NABU bündelt auf seiner Batnight-Seite regionale Führungen und weitere Fledermausveranstaltungen in Deutschland. Familien sollten dort nach Angeboten in ihrer Region suchen und auf Treffpunkt, Beginn, Dauer, Anmeldung sowie Altersangaben achten.

Viele Fledermäuse werden erst in der Dämmerung aktiv. Ein später Beginn ist daher kein Fehler, kann für jüngere Kinder aber anstrengend sein. Hilfreich sind kurze Termine, ein vertrauter Schlafrhythmus und eine vorher vereinbarte Möglichkeit, die Führung früher zu verlassen.

Da sich Treffpunkte ändern oder Veranstaltungen kurzfristig ausfallen können, sollten Teilnehmende am Veranstaltungstag die Angaben und Kontaktmöglichkeiten des jeweiligen Veranstalters prüfen.

Ausrüstung für die Dämmerung

Für einen sicheren und angenehmen Abend empfiehlt sich eine überschaubare Packliste:

  • wettergerechte, möglichst unauffällige Kleidung
  • feste Schuhe mit griffiger Sohle
  • eine kleine Taschenlampe für den Weg
  • bei Bedarf Regenjacke, Getränk und leiser Snack
  • Mobiltelefon mit gespeichertem Treffpunkt

Die Taschenlampe sollte nur zurückhaltend und möglichst auf den Boden gerichtet verwendet werden. Kinder bleiben am besten in unmittelbarer Nähe ihrer Begleitperson, besonders an Gewässern und auf unebenen Wegen.

Regeln zum Schutz der Fledermäuse

Fledermäuse sind Wildtiere und dürfen weder angefasst noch verfolgt werden. Auch bekannte Quartiere in Gebäuden, Baumhöhlen, Stollen oder anderen Rückzugsorten müssen ungestört bleiben.

  • Kein Blitzlicht verwenden.
  • Tiere und Ausflugöffnungen nicht direkt anleuchten.
  • Abstand halten und leise sprechen.
  • Keine Quartiere öffnen oder betreten.
  • Absperrungen und Hinweise der Führung beachten.

Geführte Termine sind besonders für Familien sinnvoll: Ortskundige Leitungen wählen geeignete Beobachtungspunkte und verhindern, dass Teilnehmende versehentlich unübersichtliche oder gesperrte Bereiche betreten. Rücksichtsvolle Naturbeobachtung wird so unmittelbar zum Artenschutz.

Wie Fledermausortung funktioniert

Fledermäuse orientieren sich unter anderem mit Ultraschallrufen, die für Menschen meist nicht hörbar sind. Bei manchen Führungen werden Fledermausdetektoren eingesetzt, die solche Signale hörbar machen. Das kann Aktivität anzeigen, ersetzt aber keine sichere Artbestimmung und verspricht keine Sichtung.

Wetter- und Sicherheitscheck vor dem Aufbruch

Vor einer abendlichen Freiluftveranstaltung lohnt sich ein Blick auf die lokalen Vorhersagen und die amtlichen Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes. Bei Gewitter, Sturm oder Starkregen gelten die Hinweise des Veranstalters; eigenständige Ausweichversuche in Wälder, Höhlen oder Bauwerke sind keine sichere Alternative.

Kurz vor der Abfahrt sollten Familien deshalb Wetterwarnung, Veranstaltungsstatus, Treffpunkt und Rückweg gemeinsam prüfen. So bleibt die Batnight eine ruhige Naturerfahrung, bei der die Sicherheit der Menschen und der Schutz der Tiere zusammenpassen.

Quelle: NABU – Naturschutzbund Deutschland

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