Majestätische Felsformationen der Tiroler Alpen unter dramatischem, wolkigem Himmel in der Natur.

Die Berge Tirols in Berlin: Ausstellung bis 25. April

Kuhglocken, Gletschermüll und die Berliner Hütte: Die Sonderausstellung „Die Berge Tirols“ führt mitten in Berlin durch sehr unterschiedliche Seiten der alpinen Landschaft. Sie läuft vom 29. Juli 2026 bis zum 25. April 2027 im Museum Europäischer Kulturen. Angesprochen sind Bergfans, Familien, Jugendliche, Kinder, Schulen und alle, die hinter das vertraute Postkartenmotiv schauen möchten.

Einen Eintrittspreis nennt die vorliegende Ausstellungsseite der Staatlichen Museen zu Berlin nicht. Auch Angaben zu Buchung, Verkehrsanbindung und Barrierefreiheit liegen dort nicht vor.

Zwischen Gipfelidylle und intensiv genutzter Landschaft

Schneebedeckte Berge, unberührte Natur und urige Hütten prägen das Bild Tirols. Die Ausstellung stellt diesen Motiven Autobahnen, Staudämme und Skilifte gegenüber. Beides gehört zu einer Region, in der die Berge Lebensraum, Reiseziel, Wirtschaftsraum und Forschungsgegenstand zugleich sind.

Im Mittelpunkt steht die wechselseitige Beziehung zwischen Menschen und Bergwelt: Die Landschaft beeinflusst das Leben in Tirol, während Landwirtschaft, Tourismus, Verkehr und Wissenschaft sichtbare Spuren in ihr hinterlassen. Auch gegenwärtige Konflikte werden aufgegriffen. Dazu zählen der Klimawandel, Massentourismus, ausbleibender Schnee sowie die Konkurrenz zwischen Almwirtschaft und touristischer Nutzung.

Die Berge Tirols in Berlin: Ausstellung bis 25. April

Lawinen und Felsstürze erscheinen dabei nicht als abstrakte Naturgefahren, sondern als Teil des Alltags in den Bergen. Exponate und Geschichten über Lawinensprengungen, Gletschermüll, Almkränze oder Schluchtenteufel zeigen, wie nah Schönheit, Arbeit, Risiko und Brauchtum beieinanderliegen.

300 Quadratmeter zum Sehen, Hören und Mitmachen

Auf rund 300 Quadratmetern verbindet „Die Berge Tirols“ historische und aktuelle Objekte mit Grafiken, Fotografien, Filmen, Liedern und Kunstwerken. Für den Rundgang gibt das Museum eine geschätzte Aufenthaltsdauer von 60 bis 90 Minuten an. Interviews und ergänzende Materialien ermöglichen eine vertiefte Beschäftigung mit einzelnen Themen.

Mehrere Stationen setzen auf eigenes Ausprobieren. Besucher können Zirbelholz und Flachs ertasten, Spiele testen, Bergcollagen gestalten oder sich vor Fantasiebergen fotografieren. Ein deutsch- und englischsprachiger Audioguide begleitet durch die Ausstellung.

Die Berge Tirols in Berlin: Ausstellung bis 25. April

Für Kinder zwischen sechs und zehn Jahren ist außerdem ein eigener „Wanderpfad“ angekündigt. Er soll zum Entdecken, Nachforschen und Mitmachen anregen. Kinder, Jugendliche und Familien werden vom Museum ausdrücklich als Zielgruppen genannt.

Warum die Berliner Hütte Teil der Geschichte ist

Die Schau richtet den Blick nicht ausschließlich nach Österreich. Tirols Berge gehören seit mehr als 150 Jahren auch zur Berliner Freizeitkultur. Um 1900 zeigte sich diese Verbindung bei sogenannten Alpenbällen; später errichtete die Sektion Berlin des Alpenvereins im Zillertal die „Berliner Hütte“.

Damit erhält die Ausstellung einen lokalen Anker: Sie erzählt, wie Vorstellungen von den Alpen, organisierter Bergsport und Reisen Tirol mit Berlin verbanden. Zu den beteiligten Einrichtungen gehören neben dem Museum Europäischer Kulturen unter anderem Tiroler Museen und Archive, die Universität Innsbruck sowie österreichische und deutsche Alpenvereine.

Die Berge Tirols in Berlin: Ausstellung bis 25. April

Kulturtage und Begleitprogramm im Museum

Rund um die Ausstellung widmen sich auch die 22. Europäischen Kulturtage der Region Tirol. Sie finden vom 26. Juli bis zum 23. August 2026 statt. Zum Programm gehören Konzerte, Lesungen, kulinarische Veranstaltungen, Open-Air-Kino, ein Klettertag und ein Jodel-Workshop.

Für September nennt das Museum weitere Angebote: Am 13. September stehen eine Familienwanderung mit Jause sowie die Führung „Alpin in Berlin und Tirol“ auf dem Programm. Es folgen die Kuratorenführung „Über alle Berge?“ am 18. September, das „Herbal Lab“ und die Veranstaltung „NENDA“ am 19. September sowie Theater und Lesung mit „Monsteraffen gibt es nicht“ am 20. September. Öffentliche Führungen zwischen Almidylle und Klimawandel und die offene Werkstatt „Grüße aus Tirol“ werden an mehreren Terminen angeboten.

Für Schulen und Kindertagesstätten gibt es das 60-minütige Ausstellungsgespräch „Bergwelten – Spuren einer Landschaft“. Für dieses Gruppenangebot nennt das Museum einen Preis von 30 Euro.

Quelle: Staatliche Museen zu Berlin – Aktuelle Ausstellungen

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