Wer sich bei der Arbeit dauerhaft überlastet fühlt, kann ein Gespräch vorbereiten, ohne die eigene Lage medizinisch einordnen zu müssen. Ein konkretes Beispiel, ein ruhiger Termin und eine machbare Bitte helfen beim Einstieg. Anlass ist der Welttag der psychischen Gesundheit am 10. Oktober, den die Weltgesundheitsorganisation führt.
Von der Redaktion Tierscherzgebiet · 7. Oktober 2026
Beobachten, was bei der Arbeit schwierig geworden ist
Vor dem Gespräch lohnt es sich, zwei oder drei Situationen aufzuschreiben: Welche Aufgaben häufen sich? Wann reichen die verfügbaren Stunden nicht? Was bleibt deshalb liegen? Solche Beobachtungen machen das Problem greifbar. Sie erlauben auch ein Gespräch, wenn unklar ist, ob hinter Erschöpfung oder Anspannung eine Erkrankung steht. Aus einzelnen Anzeichen lässt sich keine Diagnose ableiten.
Ein möglicher Einstieg lautet: „In den vergangenen zwei Wochen kamen mehrere dringende Aufgaben gleichzeitig dazu. Ich schaffe sie innerhalb meiner Arbeitszeit nicht zuverlässig und möchte die Prioritäten klären.“ Wer möchte, kann ergänzen, wie sich die Belastung auf Konzentration oder Erholung auswirkt. Mehr persönliche Angaben sind für die Bitte um eine Änderung der Arbeit zunächst nicht nötig.

Einen Termin wählen und um Entlastung bitten
Für ein vertrauliches Gespräch mit der Führungskraft ist ein eigener Termin meist hilfreicher als ein kurzer Satz zwischen zwei Besprechungen. Schon bei der Anfrage lässt sich das Thema nennen: „Ich würde gern 20 Minuten über meine aktuelle Arbeitsbelastung und die Aufgabenplanung sprechen.“ Wer sich mit einer anderen Ansprechperson wohler fühlt, kann sich zunächst an die Personalvertretung oder den Betriebsrat wenden, sofern es diese im Betrieb gibt.
Im Gespräch hilft eine konkrete, umsetzbare Bitte. Zum Beispiel: „Welche Aufgabe hat diese Woche Vorrang, und welche können wir verschieben?“ Auch eine vorübergehende Anpassung von Fristen oder eine klare Vertretung kann Thema sein. Am Ende sollten beide Seiten festhalten, was sich ändert und wann sie prüfen, ob die Entlastung wirkt. Bleibt eine Antwort aus, kann eine kurze schriftliche Zusammenfassung die nächste Nachfrage erleichtern.
Unterstützung außerhalb des Gesprächs finden
Ein Arbeitsgespräch ersetzt keine gesundheitliche Beratung. Wer Beschwerden hat oder sich unsicher ist, kann eine Hausarztpraxis aufsuchen. Für ein vertrauliches Gespräch bietet die TelefonSeelsorge auf ihrer Website Zugangswege und aktuelle Kontaktinformationen. Bei akuter Gefahr ist sofort Hilfe über den Notruf nötig. Der nächste kleine Schritt kann sein, heute einen Gesprächstermin anzufragen oder eine vertraute Person um Unterstützung dabei zu bitten.
Quelle: Weltgesundheitsorganisation
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Die Weltgesundheitsorganisation nennt den 10. Oktober als Welttag der psychischen Gesundheit; die Gesprächstipps sind allgemeine Anregungen und keine Diagnose.
- Datum des Welttags mit der Weltgesundheitsorganisation abgeglichen.
- Für Zugangswege zur Beratung auf die Website der TelefonSeelsorge verwiesen.
- Keine psychische Erkrankung aus einzelnen Anzeichen abgeleitet.
- Quelle
- Weltgesundheitsorganisation
- Umfang
- Deutschland
- Aktualisiert
- 2026-10-06 10:14
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