Ein roter Turm mit Antennen und Windsack vor einer städtischen Industrielandschaft bei klarem Himmel.

Sirenen in Krefeld teils gestört: So kam die Warnung an

Beim Sirenen-Probealarm in Krefeld am 10. September 2026 haben fünf Sirenen nur teilweise funktioniert. Für die Bevölkerung standen zugleich weitere Warnwege bereit: Nach Angaben der Stadt verliefen die begleitenden Aktionen über NINA, KatWarn, das Info-Telefon und die Einblendung auf der städtischen Homepage reibungslos. Die Ursachen der festgestellten Sirenenstörungen sollen untersucht werden.

Von insgesamt 43 Sirenen im Stadtgebiet löste die Leitstelle der Feuerwehr Krefeld beim Bundesweiten Warntag 41 aus. Zwei Anlagen waren wegen laufender Wartungsarbeiten außer Betrieb. Diese geplanten Abschaltungen sind von den fünf Teilausfällen zu unterscheiden. Einen Totalausfall meldete die Stadt bei der Probealarmierung nicht.

Redaktion: Tierscherzgebiet. Grundlage ist die Mitteilung der Stadt Krefeld vom 11. September 2026.

Fünf Teilausfälle und zwei Wartungsstandorte

Die Zahlen beschreiben unterschiedliche Ergebnisse des Tests: 43 Sirenen gehören zum städtischen Netz, 41 wurden ausgelöst, zwei standen wegen Wartung nicht zur Verfügung. Bei fünf Sirenen stellte die Feuerwehr einen Teilausfall fest. Die Zahl der ausgelösten Anlagen bedeutet deshalb nicht, dass alle 41 vollständig störungsfrei arbeiteten.

Sirenen in Krefeld teils gestört: So kam die Warnung an

Andreas Klos, Leiter der Gefahrenabwehr Krefeld, kündigt eine Untersuchung der Ursachen an. Welche technischen Funktionen bei den fünf Anlagen betroffen waren, an welchen Standorten sie stehen und wann die Störungen behoben sein sollen, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Für einzelne Straßen oder Wohngebiete lässt sich daraus keine Aussage über die Hörbarkeit des Probealarms ableiten.

Bei der Leitstelle der Feuerwehr gingen laut Klos keine Anrufe aus der Bürgerschaft zum Probealarm ein. Die Polizei Krefeld erhielt eine Nachfrage. Diese Rückmeldungen ergänzen die technische Bilanz, belegen aber für sich genommen nicht, wie gut die Sirenen überall zu hören waren.

Warn-Apps und städtische Homepage ohne gemeldete Störung

Als reibungslos bezeichnet Klos die mit der Probealarmierung verbundenen Aktionen. Ausdrücklich nennt die Stadt das Info-Telefon 19 700, die Warn-Apps KatWarn und NINA sowie die Pop-up-Information auf ihrer Homepage.

Sirenen in Krefeld teils gestört: So kam die Warnung an

Im Ernstfall setzt Krefeld mehrere Warnmittel ein, damit Informationen auf verschiedenen Wegen bei den Menschen ankommen. Zum Netz gehören neben den Sirenen auch Warnungen auf Smartphones, digitale Informationstafeln und Informationen über Radio und Fernsehen. Je nach Gefahrenlage kommen Lautsprecherfahrzeuge hinzu.

Die Feuerwehr-Leitstelle nutzt dafür auch das Modulare Warnsystem, kurz MoWaS. Darüber kann sie NINA sowie Radio und Fernsehen unmittelbar ansteuern. Die Mitteilungen sollen sowohl die Gefährdung als auch Hinweise zum Verhalten im jeweiligen Wohnbereich vermitteln.

Cell Broadcast ermöglicht Warnnachrichten auf Mobiltelefonen ohne zusätzliche App-Installation. Dafür müssen die entsprechenden Einstellungen am Gerät aktiviert sein. Die Stadt beschreibt diesen Dienst als Teil ihres Warnmixes; ein gesondertes technisches Testergebnis für Cell Broadcast oder die digitalen Tafeln nennt sie nicht.

Sirenen in Krefeld teils gestört: So kam die Warnung an

Sirenentöne und Informationen zur Gefahrenlage

Ein auf- und abschwellender Heulton warnt in Krefeld vor einer Gefahr. Damit verbunden ist die Aufforderung, sich über die aktuelle Lage zu informieren. Als Hörfunksender nennt die Stadt Welle Niederrhein auf UKW 87,7 oder 100,6. Ein Dauerton steht für Entwarnung.

Bei den Probealarmen zum Bundesweiten und Landesweiten Warntag ertönt die Abfolge Entwarnung, Warnung und erneut Entwarnung. Informationen zur Lage stellt die Stadt im Ereignisfall außerdem auf ihrer Webseite und über die Warn-Apps bereit.

Bei einem großflächigen Stromausfall können Internet und Telefonnetz ausfallen. Die Stadt verweist für diesen Fall auf den Radioempfang, beispielsweise mit einem Antennen-Kurbelradio oder einem Autoradio.

Die Beigeordnete Cigdem Bern bittet darum, die Notrufnummern 110 und 112 nicht zur allgemeinen Informationsbeschaffung anzurufen. Für weitergehende Fragen gibt es die zentrale Bürgerauskunft unter 02151 / 19700. Diese Telefonnummer wird nur im Ereignisfall aktiviert; ihre Freischaltung wird über die Warnungen bekanntgegeben.

Quelle: City of Krefeld Press Releases

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