Sternenhimmel über Feldern und Bäumen bei Nacht in einer deutschen Landschaft

Perseiden über Deutschland: So steigen die Chancen am 12. August

In den Nächten um den 12. August rücken die Perseiden wieder in den Blick. Für Hobbyastronomen, Familien, Fotografen und Veranstalter in Deutschland zählt jetzt vor allem die Vorbereitung: Wetter vor Ort prüfen, einen dunklen Platz wählen und genügend Zeit einplanen. Wie viele Sternschnuppen tatsächlich sichtbar werden, lässt sich nicht garantieren.

Von der Tierscherzgebiet-Redaktion

Warum die Nächte um den 12. August wichtig sind

Die Perseiden sind ein jährlich wiederkehrender Meteorstrom. Nach Angaben der NASA liegt seine aktivste Phase gewöhnlich Mitte August. Dann kreuzt die Erde besonders viele Staubteilchen auf ihrer Bahn; beim Eintritt in die Atmosphäre leuchten sie als Meteore auf.

Für Beobachter in Deutschland ist das ein guter Anlass für einen ruhigen Abend unter freiem Himmel. Die Sichtbarkeit hängt jedoch nicht allein vom Kalender ab: Wolken, Niederschlag, Dunst, Mondlicht, künstliche Beleuchtung und die Dauer der Beobachtung entscheiden mit darüber, ob und wie viele Sternschnuppen zu sehen sind.

Perseiden über Deutschland: So steigen die Chancen am 12. August

Die beste Beobachtungszeit nach Einbruch der Dunkelheit

Mit Beginn der astronomischen Dunkelheit können erste Meteore sichtbar werden. Besonders günstig sind meist die Stunden vor der Morgendämmerung, wenn der Beobachtungsort dunkel ist und der Himmel frei bleibt. Die NASA nennt diese Zeit ausdrücklich als geeignet für die Beobachtung der Perseiden.

Wer nicht bis tief in die Nacht bleiben kann, sollte trotzdem nicht aufgeben: Auch am Abend kann sich der Blick lohnen. Planen Sie möglichst mindestens 30 bis 60 Minuten ein. Das Auge braucht Zeit, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen, und Sternschnuppen erscheinen unregelmäßig.

  • Nicht nur einen Himmelsausschnitt beobachten, sondern möglichst viel Himmel im Blick behalten.
  • Bequem liegen oder sitzen, damit der Blick länger nach oben gerichtet bleiben kann.
  • Taschenlampen und Handybildschirme nur gedimmt oder mit Rotlicht nutzen.
  • Kein Teleskop aufbauen: Meteore erscheinen schnell und an wechselnden Stellen am Himmel.

Dunkler Standort bringt oft mehr als teure Ausrüstung

Ein Feldweg, eine Wiese mit sicherem Zugang oder ein erhöht gelegener Platz außerhalb größerer Ortschaften kann deutlich bessere Bedingungen bieten als ein heller Balkon in der Stadt. Wichtig ist ein freier Blick zum Himmel und ausreichend Abstand zu Straßenlaternen, beleuchteten Gebäuden und Autoscheinwerfern.

Perseiden über Deutschland: So steigen die Chancen am 12. August

Sicherheit geht dabei vor. Bleiben Sie auf erlaubten Wegen, betreten Sie keine Privatflächen ohne Zustimmung und vermeiden Sie Standorte an unübersichtlichen Straßen. Familien sollten warme Kleidung, Sitzunterlagen, Getränke und eine kleine Lichtquelle bereithalten. Bei öffentlichen Beobachtungsabenden lohnt sich ein Blick auf die Hinweise des jeweiligen Veranstalters.

Für Fotos realistisch planen

Für Sternschnuppenfotos sind Stativ, Weitwinkelobjektiv und längere Belichtungsreihen hilfreicher als ein ständiger Blick auf den Auslöser. Auch mit guter Technik ist ein Treffer nicht sicher: Ein Meteor muss während der Aufnahme im passenden Bildbereich erscheinen. Deshalb sind viele aufeinanderfolgende Aufnahmen sinnvoll.

Vor der Fahrt Wolken, Regen und Warnungen prüfen

Der entscheidende letzte Check gilt dem lokalen Wetter. Prüfen Sie am Abend die Bewölkungs- und Niederschlagsprognose für Ihren konkreten Ort sowie mögliche Wetterwarnungen beim Deutschen Wetterdienst. Schon wenige Kilometer können bei Wolkenfeldern einen Unterschied machen; bei Gewittern, Starkregen oder Sturmböen sollte die Beobachtung verschoben werden.

Die Perseiden bleiben mehrere Nächte lang ein Thema. Wenn der Himmel am 12. August bedeckt ist, kann eine nahegelegene Nacht mit klareren Bedingungen die bessere Wahl sein. Wer flexibel bleibt, einen dunklen Standort sucht und dem Himmel Zeit gibt, verbessert die eigenen Chancen deutlich.

Quelle: NASA

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